Der Himmel hat ein neues Sternchen!
 

Auf dieser Seite kommen wir, die Menschen von Amy, Mauli und Missi mal zu Wort.
Die Historie ihrer Rasse zu beschreiben würde Amy ja noch gut hinbekommen.
Bei der Beschreibung der Eigenschaften eines Chow´s haben wir aber so unsere Bedenken, dass Amy, unser "Prinzesschen" die wirklich objektiv beurteilen würde
Natürlich ist auch unsere Meinung nicht ganz objektiv, denn wir lieben Chows mit all ihren kleinen, netten Macken.
Wir wollen hier interessierten Menschen den Charakter des Chow
s etwas näherbringen, bitten aber zu beachten, das lediglich die Grundlagen des Charakters rassespezifisch sind, was aus einem Chow wird liegt an den Menschen mit denen er lebt.

Historie 

Hunde vom Spitztyp sind die ältesten dokumentierten Haushunde. Bereits auf steinzeitlichen Felsgravierungen sind Hunde mit Stehohren und Ringelrute zu sehen. Sie dienten dem Menschen stets als Jäger und Wächter.
Chows sind bereits auf Jahrtausende alten Keramiken in China verewigt worden.
Um 1790 tauchten die ersten Chows als chinesische Raritäten in England auf.
Aber erst 1880 wird die kurzhaarige, rote Hündin mit Namen "Chinese Puzzle" auf einer Ausstellung in der Fremdlings-Klasse in England gezeigt.
1894 erfolgen die ersten Eintragungen in das Zuchtbuch des englischen Kennel Clubs unter dem Rassenamen "Chow-Chow". 1895 wird in England der erste Chow-Chow-Club Europas gegründet und der Standard der Rasse bestimmt und bestätigt.
Daher gilt England als das Mutterland der Chows und China als das Ursprungsland.
1929 erfolgte die erste Eintragung eines Chows in das Zuchtbuch des "Deutschen Kartells für Hundewesen".
1930 wurde der einzige Chow-Chow-Club im Deutschen Reich gegründet, der Allgemeine Chow-Chow-Club e.V. (ACC) gilt als sein legitimer Nachfolger.
1986 wurde der Chow-Chow-Club in Deutschland e.V.(CCiD) gegründet.
Beide Vereine sind Mitglied im VDH und FCI

Aussehen

 Es wird hier keine Beschreibung des Standards geben, den kann man auf jeder Züchterseite und auf den Seiten des Allgemeinen Chow-Chow Clubs und des Deutschen Chow-Chow Clubs nachlesen.

Der Chow gehört zu den Rassen die sich im Laufe der Zucht erheblich verändert haben und das nicht immer nur zu ihrem Vorteil.
Es gibt ihn als Langhaar, wie Amy und als Kurzhaar (siehe
www.kurzhaar-chows.de)
Mittlerweile unterscheidet man auch unter leichte und schwere Chows und offene und geschlossene Chows, obwohl, soweit mir bekannt, es laut Standard nur Unterscheidungen nach Lang- und Kurzhaar gibt.
Amy gehört wohl zu den mittleren, offenen Chows. Sie hat bei einer Größe von gut 50cm ein Gewicht von 30-31kg. Ihr Gesicht hat keine Falten und trotzdem hat sie den leicht mürrischen Gesichtsausdruck, den Scoul.

Ein Hund mit Charakter

 Kaum eine Hunderasse strahlt mehr Persönlichkeit, Stolz und Würde aus, als ein Chow-Chow. Sein Gesichtsausdruck wirkt finster, sein Gang ist majestätisch stelzend. Unterwürfigkeit ist ihm fremd. Ein Hund der allein durch seine Erscheinung klar macht: "Ich bin kein Hund wie jeder andere" 
Er ist selbstsicher und selbstständig und so leicht durch nichts zu erschüttern. Er wirkt distanziert, da er Fremde meistens einfach ignoriert. 
Ja sicher, das alles ist der Chow aber er hat auch ganz andere Seiten Wenn ich in der Küche stehe und Essen zubereite und Amy dann mit ihrem lachenden Gesicht (jeder Chow-Besitzer kennt das, große offene Augen, Schnute leicht geöffnet, Mundwinkel nach oben gezogen und ein Blick voller Erwartung) neben mir sitzt und mit ihren Pfötchen mein Bein anstößt, damit ich sie ja nicht vergesse, ist das nicht stolz, nur unwiderstehlich süß. Wenn sie abends neben uns liegt und uns ihr Bäuchlein entgegenstreckt um gekrault zu werden, ist das nicht finster, sondern voller Vertrauen und Liebe und wenn sie während des Spaziergangs, vor lauter Übermut, an mir hochhüpft, dann ist das nicht Würdevoll, sondern OK, manchmal ein wenig lästig, aber Spaß und pure Lebensfreude. 
Der Chow ordnet sich seinen Leuten nicht unter, er folgt aus Liebe und manchmal lässt er uns das auch spüren Immer dann, wenn er mit tiefen Stöhnen und eindringlichen Blick, gaaanz langsam unserer Bitte folgt, hören wir ihn fast sagen: "Na gut, weil du es bist!"

Man sagt ihm nach, er sei ein "Einmannhund". Das konnten wir bisher nicht feststellen. Da er den ihm entgegengebrachten Bitten, Befehle ist beim Chow nicht das richtige Wort, ohnehin meistens nur nach reiflicher Überlegung und nach mindestens 2maliger Wiederholung der Bitte nachkommt, spielt es wohl kaum eine Rolle ob man als Führungsperson die Bitte 3x sagen muss oder als Nicht-Führungsperson 4x
Chows sind gute Wächter, aber keine Kläffer. Amy hat, wie ihre Vorgänger auch, sehr schnell gewusst, wer zur Nachbarschaft gehört und wer nicht. Nachbarn werden ignoriert, Fremde die vor dem Grundstück stehen, werden mit dem typischen Chow-Boffern (hört sich ein wenig wie lautes Niesen an) angekündigt. Erst wenn darauf keine Reaktion der Rudelmenschen erfolgt, geht das Boffern in das tiefe Bellen der Chows über, um den Fremden vor weiterem Vordringen zu warnen.
Chows sind nichts für sportliche Menschen, er joggt nicht und er läuft nicht am Fahrrad. Er ist aber auch kein Hund, den man mal eben, kurz um den Block führen kann. Es sind ausdauernde Spaziergänger und sie benötigen mindestens 1x am Tag eine Stunde, in der sie sich durch die Gegend schnüffeln, stöbern und Artgenossen treffen können. Amy geht im Durchschnitt 2,5 bis 3 Stunden am Tag spazieren und sie wäre ganz schön unzufrieden, wenn das nicht der Fall wäre.
Den Jagdtrieb der Chows kann man nicht pauschal beantworten, man sollte aber immer damit rechnen. Auf einer Skala von 1 bis 10 (1=kein Jagdtrieb, 10=starker Jagdtrieb) hatte unser erster Rüde Beau eine -1, er ließ sich sogar von den Enten am Teich Brot klauen, unser zweiter Rüde Sammy hatte maximal eine 2 und unsere Wuchtbrumme Amy hat eine 12 daher hat Amy, zu ihrer eigenen Sicherheit, außerhalb des Grundstücks Leinenzwang.
Allgemein sagt man, Chows kann man nichts antrainieren. Das stimmt nicht! Wir trainieren mit Amy mindestens 1x am Tag und sie findet dieses "Spiel" auch toll und macht "Sitz, Platz, Schlaf, gibt Pfötchen etc." was aber nicht bedeutet, dass sie das außerhalb des "Spiels" auch tut. Ein Chow denkt immer mit und überlegt wohlweislich, was er zu tun gedenkt!
Man sollte einen Chow niemals wie ein Kind behandeln, aber es hilft ihn zu lieben wie ein eigenes Kind um seine Eigenarten zu belächeln und zu akzeptieren.

Pflege und Haltung

Die Pflege eines Chows ist nicht aufwendiger, als die Pflege jeden anderen lang- und dickfelligen Hundes. Tägliches Bürsten ist Pflicht! 
Amy wird jeden Abend, verbunden mit viel schmusen, gebürstet. Das pflegt das Fell, fördert die Bindung und verhindert ausgefallenes Haar auf Möbeln und Teppich. Beim Bürsten werden auch gleich, die Öhrchen und Krallen kontrolliert, ggfs. muss man die Krallen auch hin und wieder schneiden. Wer darin keine Erfahrung hat, sollte dies aber auf jeden Fall den Tierarzt machen lassen. Täglich werden Amys Augen kontrolliert und wenn nötig mit einem weichen, feuchten Tuch sauber gemacht. Von regelmäßigem Baden halten wir gar nichts, Amy wird nur gebadet wenn sie sich stark dreckig gemacht hat. Vor allem im Winter pflegen wir Amys Ballen mit Melkfett, damit sie nicht spröde und rissig werden. Fell das zwischen den Ballen wächst wird vorsichtig geschnitten.

Der Chow ist kein aufdringlicher Hund, der permanent im Mittelpunkt stehen und bespaßt werden möchte, aber er möchte bei seinen Menschen sein.
Amy ist überall dort wo wir sind. Sind wir im Garten - ist sie dort. Sind wir im Wohnzimmer - liegt sie dort in unserer Nähe. Sie hat Zutritt zu jedem Raum im Haus.
Der Chow sollte von klein an, viel kennenlernen und lernen, da sein Sturkopf es manchmal ganz schön schwierig machen kann, ihm im fortgeschrittenen Alter noch etwas beizubringen.
Wir, als seine Menschen sollte gelassen und ruhig sein und nicht auf präzise Ausführungen von Kommandos hoffen und ihn immer mit liebevoller Konsequenz leiten.