Wir wünschen euch einen schönen Herbst!
 

Ab Frühling gibt es für mich auch immer mal wieder Wildkräuter mit ins Futter. Die Kräuter sammelt Frauchen auf unseren Spaziergängen jeden Tag frisch oder sie holt sie aus unserem Garten, weil da ja alles wachsen darf  Gesammelt wird ausschließlich an Plätzen wo kein Autoverkehr, Parkplatz oder Industriegelände ist. Frauchen sammelt nur Kräuter die sie 100% kennt und setzt diese auch nur sparsam ein, da die meisten Wildkräuter auch Heilkräuter sind. Übrigen gibt es die Wildkräuter nicht nur für mich, sondern auch für Frauchen und Herrchen.
Für mich werden sie mit meinem Barf-Gemüse püriert. Für Frauchen und Herrchen gibt's sie im Salat oder kleingehackt im Quark.
Als Heilkräuter wirken sie am schnellsten als Tee. Dazu nimmt man ca. 1TL Tee pro Tasse, gießt kochendes Wasser auf, lässt es 10 Minuten ziehen, kippt es durch ein Sieb und trinkt es dann in kleinen Schlucken. Für Aufgüsse kocht man die Heilkräuter ca 10 Minuten und kann dann Umschläge oder Einreibungen mit dem Sud machen.

Gänseblümchen:
Das Gänseblümchen ist vielseitig einsetzbar, es wirkt antiseptisch, harntreibend, blutreinigend und -stillend und entkrampfend. Daher kann man das Gänseblümchen bei Erkältung, Husten, Verstopfung, zur Stoffwechselanregung und sogar gegen Frühjahrsmüdigkeit einsetzen.
Verwendet werden die Blüten und jungen Blätter. Aufgüsse helfen bei rheumatischen Beschwerden oder Verstauchungen und Zerrungen.



Löwenzahn:
Der Löwenzahn wirkt harntreibend, blutreinigend und - bildend und tonisierend. Man kann es bei Husten und Erkältungen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, aber auch bei chronischen Gelenkerkrankungen einsetzen. Es regt alle Verdauungsorgane, Niere und Blase an und Schlacken werden ausgeschieden. Daher sehr gut für eine Frühjahrskur geeignet.
Verwendet werden Blätter und Blüten.

Taubnessel:
Die Taubnessel wirkt antibakteriell, beruhigend, harntreibend, blutreinigend und - stillend, krampf- und schleimlösend. Man kann sie bei Erkrankung der Atemwege (Blüten), bei Magenreizungen oder Blähungen (Kraut), bei Aufregung (Blüten) und sogar bei Herzleiden (Blüten  mit Brombeerblättern) und auch bei Menstruations- oder Wechseljahrbeschwerden (Blüten) und äußerlich wirken sie gegen Ekzeme oder Entzündungen (Krallenbettentzündung). Verwendet werden Blühten und Blätter



Giersch:
Der Giersch wirkt abführend, antirheumatisch, beruhigend, entwässernd, entzündungshemmend, harnsäurelösend, harntreibend und verdauungsanregend.
Man kann ihn bei Rheuma, Gicht, Arthrose anwenden, innerlich als Tee und äußerlich als Umschlag auf die betroffenen Stellen. Aber auch bei Blasenentzündung, Verdauungsschwäche und Übergewicht.
Die jungen Blätter kann man gut als Salat oder als Spinatersatz verwenden. Die älteren Blätter schmecken leicht nach Petersilie und kann wie diese verwendet werden. Die Samen können als Gewürz verwendet werden.

Die zerdrückten Blätter helfen auch bei Insektenstichen.

Knoblauchsrauke:
Die
Knoblauchrauke wirkt antientzündlich, antibiotisch, leicht harntreibend und schleimlösend. Sie riecht zwar nach Knoblauch, enthält aber nicht das für Hunde toxische Allicin und kann somit gut verfüttert werden. Man kann sie bei Asthma, Husten, Bronchitis und gegen Würmer einsetzen.
Fein geschnitten schmeckt sie wunderbar im Salat oder im Kräuterquark



Goldnessel:
siehe Taubnessel

Brombeere:
Die Blätter haben eine leicht zusammenziehende, stopfende und entzündungshemmende und blutreinigende  Wirkung. Sie helfen bei Verstopfungen, Fieber, Mandelentzündungen, Magen-Darmkatarrh, Sodbrennen sowie Ekzemen und Hautausschlägen. Die Früchte sind wahre Vitaminbomben.

Wie Himbeerblätter, können auch Brombeerblätter fermentiert werden und ergeben dann einen wohlschmeckenden Tee. Fermentierung siehe unten



Himbeere:
Die Blätter der Himbeere haben eine zusammenziehende, leicht antibakterielle, entzündungshemmende, Immunsystem steigernde und gewebestärkende Wirkung. Es hilft bei Entzündungen des Zahnfleisches, der Mandeln, des Magens und Darms. Es gilt als das Mittel in der Schwangerschaft schlechthin.
Die Früchte sind vitamin- und mineralstoffreich. Himbeeren und ihre Zubereitungen können das ganze Jahr über eine gesunde Bereicherung des Speiseplans sein.

Wie Brombeerblätter, können auch Himbeerblätter fermentiert werden und ergeben dann einen wohlschmeckenden Tee. Fermentierung siehe unten

Brennnessel:
Die Brennnessel wirkt harntreibend, appetitanregend, stoffwechselanregend, fördert die Blutbildung, blutstillend,  schleimlösend, Sie hilft bei Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Gicht, Nierenschwäche, und wirkt ausgleichend bei Durchfall oder Verstopfungen. Zudem enthalten Brennnessel BioFlavonoide, die abschwellend und entzündungshemmend  wirken. Brennnessel reduziert die Menge an Histamin, die der Körper bei allergischen Reaktionen ausschüttet. Allergiesymptome werden dadurch gelindert. Die Brennnessel ist gut geeignet als vitamin- und mineralstoffhaltiges Frühjahrsgemüse und für Teekuren.
Verwendet werden die Blätter und auch die Samen



Birke:
Die Birkenblätter enthalten u.a. Flavonoide,  Kalium und Vitamin C.
Sie wirkt harntreibend und blutreinigend und hilft bei Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierensteine, Rheuma und Gicht. Birkenblättertee wird traditionell zur Durchspülung bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Frühjahrskuren verwendet. Außerdem kann Birkenblättertee  unterstützend bei der Behandlung von Hautauschlägen, und rheumatischen Beschwerden helfen. Zur äußerlichen Anwendung kann man hierzu Aufgüsse von Birkenrinde verwenden.

Rotklee:
Der Rotklee wirkt blutreinigend. Er hilft bei Gicht, Leberschwäche, Rheuma Verstopfungen und ist beim Menschen
das Mittel in den Wechseljahren. Hunde sollten Rotklee nur selten ins Futter bekommen.


Fermentierung:
Man nehme frische, junge Himbeerblätter und die doppelte Menge ebenfalls frischer Brombeerblätter. Diese etwas welken lassen, damit man sie mit einem Rollholz leicht zerdrücken kann. Danach bespritzt man die Blätter mit wenig Wasser und knotet sie in ein Leinentuch, das an einem warmen Ort aufgehängt wird. Durch den Fermentierungsprozess entsteht nach 2-3 Tagen ein herrlicher Duft, der an Rosen erinnert. Im Backofen werden die Blätter schnell bei ca. 50 Grad und leicht geöffneter Tür getrocknet. Den so bereiteten Tee gibt man ein gut schließendes Gefäß und bei Bedarf wie  Schwarztee zubereitet.